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    Eine Biker-Tour

    Nach einem schönen warmen starken Tee mit Ziegenmilch, den uns eine nette alte Frau im Dorf zubereitet hatte, konnte es also mit neuen Kräften weitergehen. Ich muss echt zugeben, dass ich teilweise daran gezweifelt habe, ob der Trip eine so gute Idee war. Die Kälte machte einen sehr zu schaffen, was uns dazu veranlasste in relativ kurzen Zeitabständen viele Pausen zu machen, da wir sonst Unterkühlungen bekommen würden.

    Wir sind nun 37 Tage unterwegs und haben endlich die Grenze zu Sibirien erreicht. Nach einer ausgiebigen Kontrolle des Zolls (2 Stunden!) ging es weiter. Doch wir hatten das Glück nicht auf unserer Seite… Nach ca. 200 km war es mal wieder soweit: Einer von uns hatte eine Reifenpanne – und das Mitten in der Landschaft in Sibirien! Soll das etwa unser Aus gewesen sein?

    Kurz und knapp: Nein! Aber es hat unseren Zeitplan wieder über den Haufen geworfen. Ein paar von uns fuhren schonmal weiter, in der Hoffung wieder ein Dorf zu finden und dort nach einem Ersatzrad zu schauen. Die anderen schlugen das Camp an der Pannenstelle schonmal auf. Dort war es eigentlich ganz nett. Ein schöner großer flacher See mit einem bergigen Panorama schmückte den Horizont. Kurz bevor es dunkel wurde kamen die anderen von Ihrer Ersatzteil-Suche-Reise zurück und sie hatten Erfolg! Sie hatten einen Reifen mit Felge dabei! Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das Lustige ist, dass das Rad ursprünglich von einem alten Anhänger war. Wir schraubten die halbe Nacht. Die Größe war perfekt, nur mit der Bremse gab es einige Probleme. Aber letztendlich hatte alles funktioniert! Die Bremsen brauchte man auf den Strecken eh so gut wie nie :)

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